Zusatze


Schwefelstoffe wirken der Oxydation entgegen. Sie finden sich im Most, spielen die Rolle eines natuerlichen Konservierungsmittels und verfluechtigen sich nach und nach. Sie werden auf kuenstliche Weise ersetzt, um zu verhindern, daß Sauerstoff sich mit dem Wein verbindet und ihn oxydiert, und daß sich den Geschmack beeintraechtigende Mikroorganismen entwickeln. Dieser Schwefelzusatz, der sich ebenfalls auf den Geschmack auswirken kann, ist jedoch nicht noetig, wenn der Wein mit Vorsicht gehandhabt wird, nicht mit der Luft (Sauerstoff) in Verbindung kommt, die Temperatur sorgfaeltig überwacht und waehrend des ganzen Vorgangs auf peinlichste Sauberkeit geachtet wird.

Welche Wirkung haben Schwefelstoffe auf den Menschen?

Empfindlichkeit gegen Schwefelverbindungen (Sulfide) ruft verschiedene Reaktionen hervor und verstaerkt sich haeufig mit zunehmendem Alter. Sie kann zu Asthma und Atembeschwerden von unterschiedlicher Staerke fuehren. Seltener treten nach dem Genuss von erhoeht schwefelhaltigen Weinen Kopfschmerzen auf, wenn eine Empfindlichkeit vorliegt.
Sensibilitaet gegen Sulfide kann mit einem speziellen medizinischen Test festgestellt werden.

Der Schwefelgehalt in einer Flasche Wein.

Normalerweise enthaelt sowohl Flaschen- wie auch offener Wein mehr als 150 mg/lit Schwefel-stoffe. Einige kleine Weinhersteller verwenden weniger; Wein in groeßerer Abfuellung kann dagegen einen hoeheren Prozentsatz enthalten, wenn er nicht auf einmal verbraucht werden soll.

Jedesmal, wenn man eine Flasche oeffnet und Luft eindringt, oder wenn man Wein ins Glas giesst, vermischt sich der Sauerstoff mit dem Inhalt, und der Wein wird oxydiert. Oxydation findet immer statt, wenn der Wein mit Luft in Beruehrung kommt. Dieser Vorgang wird erheblich beschleunigt: 1. bei warmen Temperaturen oder bei Sonneneinstrahlung.
2. je laenger der Wein der Luft ausgesetzt ist.

Damit in Flaschen abgefuellter Wein die Strapazen bis zum Verbrauch uebersteht und sein ansprechendes Aussehen behaelt, wenn er lange beim Verkaeufer im Regal steht, sind mehr Sulfide vonnoeten. Nach geltender griechischer Gesetzgebung sind maximal 180 mg/lit erlaubt, waehrend die Empfehlungen für organische Weinherstellung die Verwendung von Sulfiden auf unter 100 mg/lit beschraenken


Top